Edition Kulturbotschaft
Mit der Auflösung ihres Sitzes in Lutherstadt Wittenberg verschiebt sich der Fokus der Stiftung KulturBotschaft auf die Förderung von literarischen Projekten. Im Sinne der Stiftung sowie ihres Genius loci führt die Edition Kulturbotschaft die Geschichte der KulturBotschaft weiter, indem sie literarische Werke veröffentlicht, deren zeitgeschichtlicher, formaler oder weltanschaulicher Ansatz ihren ästhetisch-humanistischen Idealen entspricht.
2025 erschien Regina Rays Roman Das Mottenprinzip zum 10-jährigen Jubiläum als Ebook.
2026 folgt Regina Rays Journal Hasenkönigsbuckel.
2027 wird Rudolf Thomes Autobiografie Rot und Blau erscheinen.
Die Veröffentlichung der Memoiren von Christa Schaffrick-Yellowtail mit dem Titel KaHey ist für 2027 geplant. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit an dieser Stelle.
Max-Senf-Plattform
Max Senf (*2. Juli 1863 in Salzwedel; †12. November 1926 in Wittenberg) war ein Wittenberger Buchbinder, Verleger und Heimatforscher.
Die Stiftung Kulturbotschaft hatte ihr Stammhaus in der Jüdenstraße 5, in dessen Erdgeschoß sich seit 1875 die Buchhandlung und der Verlag Max Senf befand. Die Max-Senf-Plattform, digital sowie am Standort der Stiftung, wurde ins Leben gerufen, um auf verschiedenen Wegen der Förderung und Vermittlung von Literatur zu dienen. Die Räume bestanden aus einem Veranstaltungsraum, einer Bar und einem zweistöckigen Nebengeäbude, in dem die historische Farbenküche untergebracht ist. Mit den hohen dunklen Regalen und der Schaufensterfront hatte der zentrale Raum seinen historischen Charme bewahrt, Originaldokumente zeugten von seiner Geschichte. Ca. 3.000 Bücher und 1.200 Tonträger gehörten zur Grundausstattung der Max-Senf-Plattform.
Das Projekt Max-Senf-Bibliothek etablierte die Funktion der ehemalige Buchhandlung als Ort des Wissens und Gedankenaustausch und füllte das Ladengeschäft in der Altstadt von Wittenberg wieder mit neuem Leben. Dazu wurde die Bevölkerung aufgerufen, Bücher zu den Themen Heimatkunde, Kunst, Kulturtheorie, Philosophie, Religion und Reformation zu spenden. Die Bibliothek hatte die Schwerpunkte Freiheit, Menschenrechte und etablierte einen offener Treffpunkt. In der Jüdenstraße 5 enstand somit eine Bibliothek der Bürger, eine Sammlung von Inhalten aus der Stadt selbst, die über das Wissen in der Stadt berichtete. Zudem wurde ein niederschwelliger Zugang zur KulturBotschaft ermöglicht, ein regelmäßiger Cafébetrieb lud zum Verweilen in der historischen Buchhandlung ein. Somit entstand gleichzeitig ein Rückgriff auf die Bedeutung der Buchhandlung Max Senf als Katalysator für historische und kulturelle Bedeutung sowie ein neuer Ort als Treffpunkt und zur Vernetzung Literatur- und Kulturinteressierter mitten in der Altstadt. Die Max-Senf-Bibliothek existierte seit 2014 und wurde nach zehn Jahren, im Sommer 2024, aufgelöst.
Archivarbeit: Es befinden sich zahlreiche Originaldokumente aus der Bauzeit des Gebäudes im 18. Jahrhundert sowie der Max-Senf-Ära im Besitz der Kulturbotschaft, die auf Anfrage einsehbar sind.
The White Mountain
The White Mountain war das Kuratoriumsprojekt der Kulturbotschaft.
Röhrwasser
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Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut und das originale "Neue Jungfernröhrwasser" zu neuem Leben erweckt!
In den Kellern der heutigen Kulturbotschaft haben wir zwischen Schutt, Gerümpel sowie dem Nachlass des Buchhändlers Max Senf ein etwa 1,2 m langes Stück der originalen hölzernen Röhre aus dem 16. Jahrhundert entdeckt. Feierlich wird durch diese in einem Zeremoniell Anfang des Jahres 2023 das heutige Röhrwasser geleitet und in Glasfläschchen abgefüllt. Somit ist es unseren BesucherInnen möglich, ihre eigene - wenn auch kleinere - Portion, oder besser: "Portiönchen" Röhrwasser mit nach Hause zu nehmen.
Der sinkende Grundwasserspiegel und ausbleibende Niederschläge als Folge des Klimawandels lässt uns mit Besorgnis auf die Zukunft des denkwürdigen technischen Bauwerks aus dem 16. Jahrhundert blicken. Wie lange werden wir noch die Möglichkeit haben - egal ob "Altes", "Neues" oder "Rhodisches" Röhrwasser - zu erleben?
Die Röhre wurde der Farbenküche temporär zu Ausstellungszwecken zur Verfügung gestellt.
Faltplatte
In Kooperation mit faltplatte erschien 2017 pünktlich zur 500-Jahrfeier der Reformation die Stadtkirche "St. Marien" als Faltplatte. Bestehend aus acht äußerst hochwertigen Bastelbögen kann die Stadtkirche nun detailgetreu im Maßstab 1:225 gebastelt werden.
Die Beschreibungen und Erläuterungen sind zweisprachig (deutsch und englisch). Eine kurze Zeitlinie gibt Überblick über die Geschichte der Kirche St. Marien ab ihrer ersten urkundlichen Erwähnung.
Für den Zusammenbau benötigt man mindestens eine Schere und Kleber. Empfohlen werden darüber hinaus jedoch noch Schneidemesser, Reißschiene & Falzbein.
- Die Abmessungen des fertigen Modells betragen ca. 25 cm x 15 cm x 25 cm
- Das Modell besteht aus insgesamt 52 Teilen (inkl. goldener Kugeln)
- Acht Bögen im Format Din A4
- hochwertiger 4-Farbdruck auf stabilem, weißen 190 g/m2 Karton
- Von Hand verpackt
- Preis: 10 EUR
Historische Farbenküche & Steinreiberey
Die historische Farbenkueche befindet sich seit dem 499. Geburtstag von Lucas Cranach d.J. neben der Stadtkirche in der alten Werkstatt der Kulturbotschaft. Farben werden hier selbst gemischt. Es besteht dann die Möglichkeit mit eben diesen Farben ein Cranachporträt zu kopieren. Cranach malte vorwiegend auf Holz. Erst wurde grundiert, dann die Zeichnung angelegt, schließlich gemalt und am Ende kam Firnis drauf. Es wird gezeigt mit welchen Materialien in der Cranachwerkstatt gearbeitet wurde. Die meisten sind auch heute noch gut einsetzbar. Schrittweise werden in der historischen Farbenküche die Zutaten vorgestellt. Um manche ranken sich interessante Geschichten. Dazwischen entsteht Schicht für Schicht das Gemälde.
Weitere Informationen sowie die Möglichkeit der Teilnahme an Workshops/Kursen unter http://www.farbenkueche.net/.
Tor zur Vergangenheit – eine mystische Spurensuche
Mit seinem historischen Kontext bietet das Grundstück in der Jüdenstraße 5 die Möglichkeit zur Erforschung unserer kulturellen Herkunft. Das Haus fungiert als Schnittstelle zur Geschichte. In dem Projekt Tor zur Vergangenheit wird eine konsistente Linie der Geschichte bis in die Gegenwart gezogen. Siehe auch Genius Loci.
Pilotprojekt Artist in Residence. KünstlerIn VOR ORT
Einladung der Autorin Nina Sahm, eine Woche VOR ORT in der KulturBotschaft zu verbringen. Durch die Erfahrung in der Stadt entstand eine Kurzgeschichte. Die Schreiberin bekam die Möglichkeit, abseits ihres Alltags im Haus der KulturBotschaft in Wittenberg neue Ideen zu sammeln, die Stadt zu erfahren und diese Eindrücke in einer Kurzgeschichte zu verarbeiten. Die Stiftung profitierte von der Sicht der Autorin auf die Stadt und wurde als Institution etabliert.
Zwischen 2014 und 2024 fanden mehrere Artist In Residence-Programme statt. 2021 gab der Musiker Mauro Pandolfino ein Konzert.
Zukunft aus Wittenberg – was die Experten sagen
Mit einem offenen Bürger-Theaterprojekt haben wir gefragt, wie es um die Zukunft der Stadt Wittenberg aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger bestellt ist. Das große Reformationsjubiläum 2017 hat in der Stadt Wittenberg eine neue Dynamik ausgelöst.
Ziel des Projektes war es, Zukunft als selbstbestimmt und selbst zu gestaltend wahrzunehmen. Die Beschäftigung mit dem Thema Zukunft ausgehend von persönlichen Wahrnehmungen der Teilnehmer und bezogen auf die Stadt und Region Wittenberg sollte zunächst die Identifikation mit Wittenberg stärken und schließlich Motivation geben, sich an zukunftsorientierten Prozessen in der Stadt zu beteiligen und damit die eigene Zukunft in der Region zu stärken.
Weitere Informationen unter https://zukunftwb.tumblr.com/
Kleinstadtkarussell
Die KulturBotschaft möchte die ehemalige Buchhandlung Max Senf wieder mit kulturellem Leben füllen und die Stiftung KulturBotschaft als Raum des Austauschs und der künstlerischen Auseinandersetzung in der Bevölkerung etablieren.
Besucher aus Wittenberg und Gäste aus ganz unterschiedlichen Disziplinen sind eingeladen, ihre Werke auszustellen, zu diskutieren, sich zu streiten und ihre Positionen zu überprüfen. Sie alle gestalten die inhaltliche Ausrichtung der KulturBotschaft mit. Schwerpunkte sind Partizipation, Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte, unsichere Lebensverhältnisse und ihre Auswirkungen auf die Zukunft und die Wahrnehmung der Region.
Soziales und gebautes Umfeld
Die KulturBotschaft knüpft an die Debatte über die Ästhetik von Architektur in Wittenberg an und fragt, welchen Einfluss die Gestaltung des öffentlichen Raumes auf die Bürgerinnen und Bürger hat. Welche Möglichkeiten der Partizipation sind möglich und wer spricht aus welcher Position über Gestaltung des städtischen Raumes? Ausgehend von der Situation in der Wittenberger Altstadt werden die Wechselwirkungen auf der Mikroebene vor Ort untersucht und auf der Makroebene theoretisch verhandelt. Geplant sind eine Fotoserie und Befragung in der Altstadt, drei Vorträge und ein Ideenwettbewerb.
